...so würde ich Gordis Debüt-EP bezeichnen. Die 5 Songs haben es in sich, sowohl textlich als auch musikalisch. Klar kann man da Bon Iver oder andere Neo-Folk bis Dream-Pop Einflüße heraushören, aber letztlich schafft Gordi für mich einen eigenen Sound- und Text-Kosmos. Ums Lieben wollen und doch nicht können geht es, um Schein und Sein, um die Umöglichkeit, wirklich loszulassen, wenn man sich verhakt hat. Wer die neue Lamchop mag oder mit der Neuausrichtung von Bon Iver kein Problem hat, der wird sich hier freuen. Die Stimme ist in den Vordergrund gemixt, was bei Gordis charakterstarken Vocals kein Nachteil ist. Man sollte allerdings Musik mögen, wo die Stimmen durchaus auch mal als Instrument eingesetzt werden.
Die größte Stärke der Dame ist für mich aber das Songwriting - großer Pop ist das, sehr facettenreich. Erstmal wirkt das ziemlich eingängig, doch dann kann man nach und nach schöne Details entdecken, so z.B. im hitverdächtigen "So here we are", das mit einem catchy Refrain aufwartet, aber auch eine ambitionierte Bassline und gegen Ende schöne Stimmeffekte zu bieten hat. Langweilig wird mir so bei aller Eingängigkeit auch bei mehrfachem Hören nicht.
Ein Erstlingswerk, das Alles in Allem Lust auf mehr macht!
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